In Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendamt wurde das Schülerhilfeprojekt ins Leben gerufen. Darin wird versetzungsgefährdeten Schülern die Hausaufgaben- und Lernbetreuung kostenfrei angeboten. Die Nachhilfe wird dabei durch ältere Schüler (mit sehr guten Leistungen) aus dem gleichen Umfeld erbracht. Hierdurch findet die Nachhilfe Akzeptanz bei den Schülern, da der „Nachhilfelehrer“ eben kein „richtiger“ Nachhilfelehrer ist (was in diesem sozialen Umfeld als extrem „uncool“ gelten und daher abgelehnt würde), sondern eher ein „Kumpeltyp“, jemand, der prinzipiell die gleichen schwierigen Umstände erlebt hat, der die Situation aber gemeistert hat und gezeigt hat, dass man etwas erreichen kann. Das Projekt „Schülerhilfe“ erwies sich in vielen dokumentierten Fällen als Rettungsanker benachteiligter Kinder und Jugendlicher vor einem Abgleiten in Schulabbruch, Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Zudem wirkt das Projekt ebenfalls positiv auf die Nachhilfe gebenden älteren Schüler, da die Nachhilfe ein Nebenjob mit hoher Anerkennung ist, der sie in ihrer Lebenssituation weiter stabilisiert.
Folgende Geschichte haben wir im vergangen Jahr erlebt: Eine 15-jährige Schülerin berichtete uns, dass sie heimlich zur kostenlosen Nachhilfe geht. Ihre Eltern vertreten die Meinung, dass ein Mädchen keinen Schulabschluss benötigt. Trotz fehlender Unterstützung von zuhause, konnte sie mittlerweile dank des Angebots der Schülerhilfe, Ihren Schulabschluss machen.
Round Table unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg diese Initiative durch die Übernahme von Betreuungspatenschaften. Die Spenden konnte RT22 durch seine ‘klassischen’ alljährlichen Serviceaktivitäten (Waffelbacken beim Brückenfest, Flohmarkt am Heidelberger Herbst) aufbringen.
