Geschichte

Round Table wurde in England gegründet. Der Gründer Louis Marchesi wollte eine Vereinigung ins Leben rufen, die sich an das Vorbild ähnlicher Clubs anlehnte, jedoch in einem für ihn gewichtigen Punkt ein Gegengewicht bilden sollte: beim Alter der Mitglieder. Die Mitgliedschaft in anderen Clubs ist in der Regel lebenslang angelegt, was in Verbindung mit zahlenmäßigen Aufnahmebeschränkungen meist zu einem hohen Altersdurchschnitt führt. Bei Round Table Deutschland dagegen erlischt die Mitgliedschaft automatisch mit der Vollendung des 40. Lebensjahres. Auf diese Weise werden regelmäßig wieder Plätze für neue, jüngere Tischmitglieder frei. Diese Regelung hat bei Round Table zu einem Altersdurchschnitt von Mitte 30 und zu einem hohen Maß an Homogenität unter den Tischmitgliedern geführt, was die persönliche Lebenssituation in Beruf und Familie angeht.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat sich Round Table in den meisten Ländern Europas, in Afrika, Asien und Nordamerika verbreitet. Heute gibt es nationale Round Table Organisationen in über 50 Ländern, die sich zur Dachorganisation „Round Table International“ zusammengeschlossen haben. Der erste deutsche Club wurde 1952 gegründet.

Heute sind über 200 Tische mit mehr als 3000 Mitgliedern in Deutschland aktiv. Einen Round Table findet man in prakisch jeder größeren Stadt, in Ballungsräumen sind es oft sogar mehrere Tische. Im Rhein-Neckar-Raum finden sich neben dem Heidelberger Round Table noch weitere in Schwetzingen, Mannheim, Ludwigshafen, Weinheim, Speyer oder Bensheim.

Viel Wert wird auch auf internationale Kontakte der Tische gelegt, so ist der Heidelberger Tisch eng mit den Round Tables der alten Universitätsstädte Montpellier, Padua und Oxford in Kontakt. Im Wechsel treffen sich die vier Tische jährlich in einer der vier ehrwürdigen Städte.